Tag Nummer 2 – und es war eigentlich so etwas wie die erste große Prüfung. Bestanden – wenn auch nicht mit Sehr Gut. Kurz war die Versuchung da alles über Bord zu werfen und eine Zigarette anzurauchen, aber nur ganz kurz.
Aber am besten beginne ich von vorne.
Am späten Vormittag bin ich in Richtung Ausbildungsstätte gefahren und hatte ganz ehrlich gesagt Angst. Angst davor all meine rauchenden Freunde zu treffen und rückfällig zu werden. Meine rauchenden Freunde zu treffen war aber kein Problem, sie trafen in so unregelmäßigen Abständen ein, dass ich kein Problem damit hatte nicht zu rauchen. Ein guter Schritt wie ich meine.
Nächste Prüfung: Nach dem Mittagessen. Die Lieblingszigarette von jedem Raucher. Heute überhaupt kein Problem. Liegt sicher zu einem großen Teil daran, dass ich die Zeit übersehen habe und deswegen in Richtung Lehrveranstaltung hetzen musste – eine Zigarette wäre sich nie im Leben ausgegangen. Glück? Oder vielleicht eine Fügung des Schicksals? Egal. Auf jeden Fall habe ich die als am härtesten erwartete Zeit des Tages problemlos überstanden.
Danach ein ganzer Nachmittag voller Arbeit. Nicht eine Sekunde habe ich es in Erwägung gezogen eine Zigarette rauchen zu gehen. Und das macht mich stolz. Sehr eigentlich.
Wenn da nicht der frühe Abend wäre. Um 17. Uhr fand der Stammtisch einer Firma statt für die ich PR mache – viele kreative Leute, viele Künstler – lauter Raucher. Und ich sitze inmitten dieser quallmenden Meute. Grauenhaft. Da war der Moment an dem ich überlegte das Rauchen wieder anzufangen. Ein Musiker, der auch erst vor kurzem das Rauchen aufgab wies mich dann darauf hin, dass Laufen eigentlich ganz gut funktionieren soll. Glücksgefühle werden ausgeschüttet und die ersetzen die Glücksgefühle die das Rauchen hervor ruft.
Hey, ich bin in Graz. Wenn jemand aus Graz Lust hat laufen zu gehen – einfach kommentieren.